Rezension Band 156
Die Columbia-Briefstempelmaschinen
Dr. Walter Kohlhaas und Inge Riese
Mit der vorliegenden Arbeit des Autorenteams Inge Riese und Dr. Walter Kohlhaas wird
ein weiteres Kapitel zur Geschichte der Briefstempelmaschinen der Deutschen Reichspost,
der Columbia-Briefstempelmaschinen, vorgelegt.
Das Autorenteam hat bisher in vier umfangreichen Forschungsarbeiten die Briefstempelmaschinen
von HINRICHSEN, HALLER & CO., BICKERDIKE und HOSTER der philatelistischen Öffentlichkeit
vorgestellt und damit nicht nur das Sammeln dieser Stempelabschläge gefördert, sondern
auch den Philatelisten bestmögliche Hintergrundinformationen gegeben.
Die Columbia-Briefstempelmaschinen waren die ersten wirklich schnellen Maschinen,
die letztendlich von der Deutschen Reichspost aber nur in fünf Exemplaren beschafft
wurden. Sie befand sich damit im Gegensatz zur Britischen Post, die zur gleichen
Zeit Columbia-Maschinen bevorzugte. Im Entwerter der Columbia-Briefstempelmaschine
wurde ein nach der Reichspostflagge geschnittenes stilisiertes Klischee benutzt,
was für die Philatelisten ein Anreiz zum Sammeln ist. Da auch andere zeitgenössische
Maschinen (Bickerdike, Beling und Lübke) mit einem analogen Klischee ausgerüstet
waren, ergibt sich für den Postgeschichtler zunächst das Problem der Identifizierung.
Frühere Autoren beschränken sich ausschließlich auf die Beschreibung der Stempel,
obwohl in der Deutschen Briefmarken-Zeitung die amtlichen Texte aus der Deutschen
Verkehrszeitung nachgedruckt wurden.
In dieser Arbeit wird die Aufstellung der Columbia-Briefstempelmaschinen anhand von
Quellentexten dargestellt. Nur dort, wo diese nicht ausreichen oder gedeutet werden
müssen, melden sich die Verfasser zu Wort und bringen in bewährter Weise behutsam
ihr umfassenden Wissen ein und führen die fast 100 Jahre zurückliegenden Ereignisse
anschaulich vor das Auge des Lesers.
Ein beigefügter Katalogteil informiert über die Verwendungszeit der verschiedenen
Stempeltypen. Jeder, der sich mit der deutschen Postgeschichte im Allgemeinen und
mit Maschinenstempeln im Besonderen befasst oder sogar eine postgeschichtliche Heimatsammlung
aufbaut, sollte dieser Forschungsarbeit eine besondere Beachtung schenken.
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