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Poststempelgilde e.V.
Vereinigung der Sammler, Forscher und Prüfer von Abstempelungen
und von Sondergebieten der Deutschland-Philatelie

Letzte Aktualisierung  15.08.2014

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Rezension Band 172

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Rückbriefe und postalische Hinweiszettel

 

Rolf Ritter

 

Gilde-Ehrenmitglied Rolf Ritter legt im ersten Teil seines Buches aussagekräftige Retourbriefe aus seiner Sammlung vor.

 

Mit dem Untertitel seines Buches „Als sich die Post noch Mühe machte“, soll keinesfalls ein Vergleich mit der heutigen Post gezogen werden. Dazu fehlen einfach statistische Angaben der heutigen Post. Wer heute von der „POST“ spricht, weiss, dass es eine Vielzahl unterschiedlich strukturierter Betriebe gibt. Es gibt Aktiengesellschaften, die auf Gewinnmaximierung bedacht sein müssen und vermutlich auch Betriebe, die mit Sozialgeldern wie Hartz IV im Postbetrieb mitmischen.

 

Beispiele, die auf eine vermeintlich fehlende Mühe schließen lassen, kennt wohl jeder Sammler. An dem Haus unserer Geschäftsführerin, Regina Naumann, ist groß und lesbar ein Schild angebracht, das neben der Hausnummer auch noch den Namen angibt. Kein Wunder, dass der Poststempelgilde-Schatzmeister aus Lünen irritiert war, als er seinen Brief zurückbekam.

 

Fehlende Mühe kann bei dem zweiten Beispiel nicht angeführt werden. Aber wie heißt es doch so schön: „Mühe alleine genügt nicht... ...“ Was war geschehen? Ein Poststempelgilde-Ehrenmitglied vergaß bei einem Brief nach Espenau die Postleitzahl des Empfängerortes anzugeben. Der Absender staunte nicht schlecht, nach 9 ½ Monaten zu erfahren, dass sein Brief angekommen sei. Als Philatelist freute er sich über die vielen Stempel, Codierungen und Vermerke, die der Brief auf seiner Reise nicht nur nach Espãna, sondern auch durch die USA aufwies.

 

Vor wenigen Jahrzehnten war den Zustellern auch noch eine sozialpädagogische Tätigkeit in ihrem zuständigen Wohnbezirk angedacht, um ein Augenmerk auch auf ältere, behinderte oder hilflose Personen zu legen. Heute hat es den Anschein, dass bei den Zustellern die erzieherische Aufgabe darin besteht, den Absendern den Brief zurückzugeben, wenn einmal die Hausnummer nicht stimmt. Damit kann ein Lernprozess eingeleitet werden.

 

Es geht aber in diesem Buch nicht um die Gegenwart. Rolf Ritter zeigt Briefe, die leider nicht zugestellt werden konnten. Er dokumentiert aber auch, welche große Mühe sich die Post damals in beeindruckender Weise machte, eine Zustellung zu ermöglichen.

 

Auch im zweiten Teil dokumentieren die Unbestellbarkeitszettel mit den unterschiedlichsten Texten, die nach vergeblichen Recherchen auf den Brief geklebt wurden, Mühe und Sorgfalt der Post.

 

Wer nun - und noch ein wenig im Traum versunken - das Buch nach der letzten Seite zuschlägt, weiß auch, dass im übertragenen Sinn ein gutes Stück Postgeschichte zugeklappt wurde.

 

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