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Poststempelgilde e.V.
Vereinigung der Sammler, Forscher und Prüfer von Abstempelungen
und von Sondergebieten der Deutschland-Philatelie

Letzte Aktualisierung  17.12.2021

Wir über uns

Rezension Band 188

 

Prof. Dr. Reinhard Krüger

Postalische Propagandastempel des Kalten Krieges in der frühen Bundesrepublik Deutschland – Wie bringt man Ideen unters Volk?

 

 

Band 188 der Neuen Schriftenreihe der Poststempelgilde e. V., DIN A 5, broschiert, 160 Seiten, 244 Abbildung in Farbe. Erschienen unter ISBN 978-3-9819107-1-1 zum Preis von 19,00 €; Mitgliederpreis (Poststempelgilde und Bücherring) 15,00 €, alle zuzüglich Versandkosten.

Zu bestellen bei: Literaturstelle der Poststempelgilde, Grabbeweg 36a, 59494 Soest oder über: info@poststempelgilde.de

 

 

Reinhard Krüger, der Autor dieses Buches, hat viele philatelistische Interessen. Seit einiger Zeit hat er sich mit den Sonderstempeln beschäftigt, die anlässlich des Schwarzwaldmädel-Films 1950 in der Bundesrepublik an vielen Standorten von großen Kinos zum Einsatz kamen. Er konnte nachweisen, wie sehr diese Stempel in die politischen Verhältnisse der frühen Bundesrepublik hereinpassten. Eine wohl längerfristig geplante Untersuchung der Stempel des Marshall-Plan-Zuges und des daran anschließenden Europazuges waren weitere Stationen in der Erforschung früher politischer motivierter Stempel der Deutschen Bundespost.

Weitere Studien zu den „Parolenstempeln“ der Bundeszentrale für Heimatdienste, in der Regel Maschinenwerbestempel der Bundespost mit Aussagen zum Demokratie- und Politikverständnis, bei denen, wie Krüger zeigen kann, sich erst in letzter Zeit so richtig herausstellte, wie sehr verschiedene Bundesministerien hinter diesen Maßnahmen standen. Dazu gehört die selbstredend auch die Stempelserie zum Thema Luftschutz im Atomzeitalter. Alle diese Studien zeigen gemeinsam einen hochinteressanten historischen Zusammenhang vor den damaligen politischen Hintergründen auf. Der Autor zieht daraus den Schluss, dass es sich um politische Propagandastempel gehandelt hat.

Dieser Begriff der Propagandastempel wird zumeist mit politisch motivierten Stempeln der DDR verknüpft. Dass es auch anders herum der Fall war, zeigt uns diese Arbeit auf.

Es dürfte das erste Mal sein, dass eine Gruppe der Sonder- und Gelegenheitsstempel der Bundespost der 1950er Jahre in einer Monographie im zeitgeschichtlichen Zusammenhang dargestellt wird. Vielleicht bietet dieses Buch Anregung zu weiterer Forschung, Poststempel aus Ost und West gesellschaftspolitisch zu betrachten und einzuordnen.

 

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